Raspberry Pi empfängt auf 868 MHz

Für mein Projekt „Temperatur und Feuchte per Funk“, das die Sendemodule von Nathan Chantrells TinyTX nutzt, war ich auf der Suche nach einem geeigneten Empfänger, der die Daten auf einen Raspberry Pi bringt, wo sie letztendlich gespeichert werden sollen und per Webseite dargestellt werden.

Im ersten Schritt setzte ich die RPi-Shield-Bridge von Watterott ein, quasi ein vollständiger Arduino Clone auf einem Board, dass auf den Pinheader des Raspberry Pi gesteckt werden kann. Das RPi-Shield hat den Vorteil, dass bereits Pegelwandler 5V<-> 3,3V für die Kommunikation zwischen RaspPi und Arduino enthalten sind. Weiterer Vorteil sind die Arduino Shield kompatiblen Buchsenleisten.

Bild

Raspberry Pi mit RPi-Shield Bridge, Proto-Shield und RFM12B

Für meinen ersten Testaufbau benutze ich zusätzlich ein Proto-Shield auf dem ein RFM12B mit 868MHz als Empfänger steckt.

Nachdem die Software und Hardware zuverlässig funktionierten, wollte ich eine elegantere Lösung finden. Meine ersten Recherchen führten mich zum Raspberry Pi Base Station Receiver Board des Projektes OpenEnergyMonitor. Dieses Board erfüllte alle meine Anforderungen. Da ich allerdings noch einige Arduino Mini Clones rumliegen hatte, entschied ich, ein eigenes Board zu designen. In Eagle entstand eine doppelseitige Platine, die nur  8 Durchkontaktierungen hat und sich deshalb relativ leicht selbst herstellen lässt. Da nicht alle Anschlüsse des Mini benutzt werden, müssen auch nicht alle Bohrungen gemacht werden.

Eagle Layout Arduino Mini Raspberry Bridge 868MHz

Eagle Layout Arduino Mini Raspberry Bridge 868MHz

IMG_1819

Raspberry Pi mit Arduino Mini Bridge 868MHz

Für erste Tests wurde aus der WiringPi Library das SerialRead Beispiel benutzt. Zum Arduino Mini ist noch zu bemerken, dass es Versionen mit 5V oder mit 3,3V Versorgungsspannung gibt. Die 5V Versionen laufen bei mir auch mit 3,3V, allerdings läuft dann der ATMega mit 16MHz außerhalb seiner Spec. Wenn das Probleme bereitet, werde ich den Prozessor auf 8MHz internen Takt umfusen.

Einrichtung des Raspberry Pi, um Daten seriell zu empfangen

Im Raspbian Image für den Pi ist die serielle Schnittstelle standardmäßig als serielles Terminal konfiguriert. Das muss zunächst umgestellt werden.

$ sudo nano /boot/cmdline.txt

console=ttyAMA0,115200     und     kgdboc=ttyAMA0,115200   löschen

$sudo nano /etc/inittab

Die Zeile auskommentieren oder löschen     T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyAMA0 115200 vt100.

Den Raspberry rebooten.

Die Installation von WiringPi wird hier erklärt.

Die Eagle Files liegen auf Github.

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Veröffentlicht am 1. Mai 2014, in Arduino, Raspberry Pi, RFM12B. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Hallo interessante Geschichte! :) kanns du evt. erklären warum das RFM12B nicht direkt am RPI hängt und was für Software auf dem Arduino läuft… gibts eventuell was runterladbares :D viele Grüße Daniel

    • Hallo Daniel,
      natürlich wäre es theoretisch möglich das RFM12B direkt am RasPi zu betreiben. Ich denke aber, dass es besser ist die HW-nahen Funktionen auf einen Mikrocontroller auszulagern und die Präsentationsschicht auf einem Betriebssystem zu realisieren.
      Ich habe weitestgehend die Software aus dem TinyTX Projekt von Nathan Chantrall verwendet (Links s.o.)
      Gruß
      Reinhard

      • Hallo, danke für die Info. Ja nach weiterem internetdurchforsten ist mir auch auf gefallen, dass diejenigen die mit dem Raspi direkt empfangen spätestens bei etwas Interaktivität mit dem System Timingschwierigkeiten bekommen.
        Bin da jetzt auch eher in Richtung Arduino als Zwischenglied überzeugt. Zumal ich auch noch einige Sensoren local am RPi abfrage.
        Wünsche eine schöne Weihnachtszeit.
        Gruß Daniel

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